Home > Zur Situation von in Österreich lebenden Schwarzen Menschen


Das Zusammenleben von Menschen aus anderen Kulturen führt sehr häufig zum Aufeinanderprallen unterschiedlicher Normen, Werten und Verhaltensformen. Der Druck und die wirtschaftliche Macht der Aufnahmegesellschaft führen oft zu vermehrten Anpassungsnotwendigkeiten für die ZuwandererInnen. Wenn durch diese Anpassungsprozesse wesentliche identitätsstärkende Gewohnheiten aufgegeben werden müssen, können daraus psychische Konflikte und Identitätsprobleme resultieren.

Die Schwarzen sind das sichtbarste Symbol von (oft unerwünschter) Zuwanderung. Sie werden als Zuwanderer gesehen und sind häufig mit negativen Einstellungen und Vorurteilen konfrontiert. Politische Äußerungen gestärkt von extrem negativen Bildern und Berichten der letzen Jahren haben das Image des "liebenswürdigen Exoten" ins Stereotyp von Drogenhändler und Ausnützer des Wohlfahrtstaates gekehrt.

Durch die Bundespolitik werden Frauenrechte (z.B. durch die Kürzungen von Ressourcen) und ins besondere die Rechte von Migrantinnen immer mehr eingeschränkt. Am stärksten betroffen sind Migrantinnen afrikanischer Herkunft. Somit wird ihr Weg zu Gleichstellung bzw. Integration erschwert.

Aussagen wie " ...die Art der Schwarzafrikaner! Sie schauen nicht nur anders aus ...sondern sie sind auch anders, und zwar sind sie ganz besonders aggressiv. Das liegt offensichtlich in der Natur dieser Menschen. Sie sind meist illegal da, ...meist Drogendealer und ...ungeheuer aggressiv  ..." (ein Zitat der FPÖ-Parlamentsabgeordneten Helene Partik-Pable führt dazu, dass das tägliche Miteinander zwischen Menschen afrikanischer Herkunft und ÖsterreicherInnen erschwert wird.

Migration findet weiterhin statt und die österreichische Gesellschaft wird immer multikultureller und das ist gut so. Eine personenorientierte und nachhaltige Integration von ZuwandererInnen ist eine unverzichtbare Voraussetzung um ein besseres Miteinander zu ermöglichen. Neben Beratungsstellen sollen auch Anlaufstellen, Ansprechpersonen, Vermittlerinnen und Aktivitäten einen direkten Kontakt zwischen schwarzen ZuwandererInnen. 

Zusammenfassung

Wahrnehmung und Gebrauch der interkulturellen Kompetenzen (Kenntnisse, Know-how, Fähigkeiten, Erfahrungen etc.) von schwarzen Menschen könnte ernorm dazu beitragen, dass  negatives Bild und ebensolche Meinung über diese Zuwanderergruppe in der österreichischen Öffentlichkeit korrigiert würde. Genau so wichtig wäre die Förderungen von Initiativen und Aktivitäten dieser Zielgruppe.

Die brachliegenden interkulturellen und intellektuellen Kompetenzen dieser Migrantinnen und Migranten sollten jedoch als Chance und großes Potential gesehen werden, welches einen wichtigen Beitrag für Gesellschaft und Wirtschaft leisten kann.